R4nd4l3R4lfs Gamerezension zu Bioshock Infinite

Ein Ausflug in die Lüfte

 

Mir gebührt nun die Ehre, die erste Gamerezension für „Frolleinchens Welt“ zu schreiben. Eine genaue Einleitung erspare ich mir und hoffe einfach mal, dass Frolleinchen als Betreiberin dieses Blogs euch mit Infos versorgen wird.

Und damit gleich die ganze Aufregung verfliegt, starte ich einfach mit dem Spiel aller Spiele auf PC. BioShock Infinite.

Vorneweg möchte ich auch sagen, dass diese Rezession sehr subjektiv sein wird und ich gar nicht erst versuche, objektiv zu wirken… Ich mein, wenn Männer über ihren Lieblingsverein oder Frauen über ihren Lieblingssänger oder so schreiben, will auch keiner objektiv wirken. Wir sind hier in einem Blog 😉

Fangen wir also an:

Ein Mann und eine Frau sitzen in einem Boot und rudern mich über die See… Es ist Nacht und es regnet…Was ist meine Mission? „Rette das Mädchen“ Jedoch hat der Hauptcharakter Booker DeWitt, ein gescheiterter Privatdetektiv keine Ahnung, wo die Reise hingeht…

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Wie schon in Teil 1 (auch sehr zu empfehlen, aber dazu ein anderes Mal mehr) starten wir in einem einsamen Leuchtturm auf dem Meer…

Schon der Anfang, als man die Kapsel nach Rapture ruft, ist genial gemacht. Stille,dunkle Nacht und plötzlich donnert durch die 5.1. Anlage ein lautes Geräusch, ähnlich eines Hornes und der dunkle Himmel erleuchtet in einem kräftigen rot… Allein hier packte mich schon das erste Mal die Gänsehaut.

Danach geht es per Kapsel nach Columbia, eine Stadt im Himmel, im Jahre 1912.Wie dies alles möglich ist, möchte ich hier nicht spoilern. Dies sollt ihr dann selber raus findet, wenn ihr den Trip machen wollt. Als kleiner Hinweis: die Macher um Ken Levine scheuten keine Müh und haben sich Gedanken gemacht, wie dies doch funktionieren könnte (Realismus hin oder her, über die Wahrscheinlichkeit eines Warp-Antriebs macht sich auch kein Trekkie Gedanken 😀 )

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Die ersten dreißig Minuten in Columbia sind dafür gedacht, die Welt kennen zu lernen, die Stadt ist dabei lebendig, im Gegensatz zu Rapture in BioShock 1 oder 2. Menschen stehen wie bei RPGs an allen Ecken und Kanten und führen Gespräche. Die Stadt lebt. Allein hier freut man sich schon, da sich die Entwickler Gedanken gemacht haben und man nicht einfach in einer toten Landschaft landet.

Die ersten Kampfszenen sind gut inszeniert und das Spiel ist in Deutschland komplett uncut (FSK 18)!!! Die Gewalt artet dabei jedoch in keiner Splatterexzesse á la Bulletstorm (uncut) aus.

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In Sachen Shootergameplay ist Infinite maximal gute Mittelkost aber hier ist es stimmig. Die Entwickler um Irrational Games wollen auch kein hochwertigen Shooter, bei dem man zwanzigtausend Anläufe braucht, um mal die Gegnerwelle zu knacken (wobei es schon knifflige Passagen gibt, aber dazu später mehr),hier geht es um die Story! Und die, liebe Leser, hat es in sich. Ich will nicht übertreiben, aber im Bereich der Multiplattformspiele kenne ich kein Spiel, was hier heran reichen kann. Und dabei habe ich das Spiel erst zur Hälfte durch. Die Hauptcharaktere wirken echt und sind mit Liebe zum Storydetail gemacht, die Dialoge zwischen Booker und Elisabeth (das zu rettende Mädchen) mit Gefühl, hier hilft auch die gute deutsche Synchro.

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Im Bereich der Egoshooter ist Infinite mit Sicherheit das beste Spiel aller Zeiten, was die Story anbelangt. Mir ist jedenfalls kein Spiel bekannt, was eine ähnlich starke Geschichte so toll erzählt. Persönlich würde mich da „Dishonored-die Maske des Zorns“ einfallen, jedoch habe ich es nicht persönlich gespielt.

Das Spiel hat in Sachen Story einige WTF-Momente zu bieten. Spätestens wenn die Risse ins Spiel kommen und man…ICH DARF NICHT SPOILERN!

Aber die Geschichte ist sehr schön erzählt. Durch Tonaufnahmen, die man finden kann und durch kleine S/W-Filmchen in Vorführstationen (nenne sie so, weil mir der genaue Begriff nicht einfällt 😀 ) erfährt man mehr über die Stadt Columbia und auch zu Storyhintergründen. Hier geht man den gleichen Weg wie schon in den Vorgängern.

Viel zur Story, ohne zu spoilern, kann man nicht verraten. Aber glaubt mir, ihr denkt mit. Es ist wie ein guter Film und es gibt einige Momente, wo ich da saß und dachte: „Ah, so ist das also“, und: „Wie bitte?“ (weil es grad wieder nen Twist gab).

Die Kämpfe sind, wie schon in den ersten BioShock-Spielen, eine Mischung aus Schusswaffe und den beliebten Kräften. Leider ist es nicht möglich, Kräfte zu kombinieren. Jedoch kann man die Umgebung mit einbeziehen (Wasserpfütze unter Strom setzen oder Öllache entflammen).

Elisabeth spielt in den Kämpfen auch eine taktische Rolle. So ab dem zweiten Viertel kann man mit ihrer Hilfe bestimmte Unterstützung „her teleportieren“ Jedoch ist dies nicht unbegrenzt. Es ist immer nur möglich eine zu wählen. Hier ist es also ratsam zu wissen, welche man grade braucht. Auch versorgt sie einen mit Munition, Gesundheit oder Salzen (für die Kräfte). Dies wird von einigen Kritikern als eine Art Gottmodus kritisiert. Gehe ich mit, muss aber sagen, sie gibt es Dir nur, wenn es in der Gegend rum liegt. Und ja, Elisabeth schaut sich in den Arealen selber um und sagt, wo was liegt wenn sie es findet.

Wie schon mit den Big Daddys gibt es auch hier wieder echte harte Brocken, die Handymans (nein, nicht vom Handy wie wir es kennen sondern vermutlich abgeleitet von der originalen Bedeutung des Wortes Handyman=Alleskönner da sie alles platt machen können oder so 😀 )

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Auch gibt es im Spiel ein paar Szenen, wo man entscheiden kann. Dies soll aber keinen Einfluss auf das Spiel haben. Das Leveldesign ist eigentlich ein Schlauch wie in den guten alten Egoshootern. Da die Welt aber groß gemacht ist und man vieles besuchen kann, ist es bisschen wie in Crysis 1 oder Far Cry 1: man merkt es nicht. Und bei diesem Spiel ist es auch gut so! Denn: STORY!! Hier dreht sich alles um die Story, daher passt ein Open-World-Spiel nicht. Man soll nicht, wie in Skyrim oder GTA V, die Story aus den Augen verlieren.

Das Highlight in Sachen Gameplay sind eindeutig die Skylines. Dies sind Schienen, an denen ihr euch fort bewegen könnt. In Sachen Kämpfe gegen Gegner sind diese sehr nützlich.

Kurz zur Technik des Spiels. Ich spiele es mit folgenden PC-Eigenschaften: Win 7, Intel Core Duo E 4500 @ 2.2 GHz, 2 GB RAM und GeForce 9800 GT. Das Spiel läuft leider nicht auf XP SP3 ABER es will eigentlich minimal einen Dualcore mit 2.4 Ghz, aber läuft bei mir ohne Probleme (nein mein CPU ist nicht übertaktet aber kommt super mit Spielen minimal 2.4 Ghz klar)

Jedenfalls läuft es ohne Ruckler oder sonstige Performanceprobleme. Es ist keine Grafikbombe like Crysis 3, Battlefield 3 oder CoD jedoch bietet es spielerisch deutlich mehr.

Man sollte auch erwähnen, dass man sich hier einen Steamaccount anlegen sollte, weil es nur per Steam läuft. Aber wer hat den nicht? 😀

Wichtig ist auch zu sagen,es hat keinen MP-Modus aber braucht es auch nicht. Man hat hier in Sachen SP den vielleicht besten Egoshooter aller Zeiten, wer braucht da schon ´nen MP?

Zusätzlich zu dem Hauptspiel gibt es auch schon DLCs. Ich habe bisher nur „Kampf in den Wolken“ gespielt. Hierbei handelt es sich um einen Herausforderungsmodus. Man kann sich dann anhand von Highscores in der lieben, weiten Steamwelt mit anderen messen. Mir sind diese egal aber wenn man einmal mit den Herausforderungen anfängt, kann man nicht mehr aufhören. Und wenn man nur das Museum füllen will 😉

Eine weitere Erweiterung ist „Seebestattung-Episode 1“ Hierbei reist man nach Rapture, aber vor den Ereignissen aus BioShock 1. „Wieso,weshalb,warum?“ Keine Ahnung, da ich es noch nicht gespielt habe. Laut einiger Tests und Bewertungen soll das Ende von Infinite jedoch eine Verknüpfung zu den ersten Spielen haben. Ich bin gespannt. Aber Ken Levine und Co. werden sich was dabei gedacht haben.

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Fazit???? Das sollte euch eigentlich klar sein. Für mich ist es eine absolute Kaufempfehlung. Man sollte aber auch bedenken, dass ich ein BioShock-Fanboy seit Teil eins bin, aber wie schon in der Einleitung erwähnt, ich will gar nicht objektiv sein, sondern nur meine Gefühle und Eindrücke wieder geben.

Ich hoffe euch hat es gefallen und wir lesen uns bald wieder, wenn es heißt „R4nd4l3R4lfs Spieleecke“

PS: Rechtschreibefehler dürft ihr behalten

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