Tomb Raider- Ein Mädchen wird erwachsen

Heute stelle ich Euch mein Fazit vom neuen Tomb Raider-Spiel vor, welches im März 2013 erschien.

Aufgewachsen bin ich mit einer taffen, vollbusigen Lara Croft in knappen, sehr engen Outfits. Neben Moorhuhn und einem Disneyspiel war „Tomb Raider- The last Revelation“ wohl meine erste Zocker-Erfahrung, welche ich sehr mochte. Ich fand Lara toll und spielte die Spieleserie sehr gerne. In regelmäßigen Abständen wurden einige Spiele auf den Markt geworfen. Ich selbst habe 4 Spiele für PC; PS2 und Nintendo DS und alle fand ich toll.

Dahar war ich anfangs etwas misstrauisch gegenüber den Nachrichten, welche verkündeten, dass ein komplett anderes Tomb Raider erscheinen würde. Dieses wäre ja auch  von anderen Entwicklern. Ich hatte die ersten Monate auch kein wirkliches Interesse daran, auch weil ich zu der Zeit wenig Lust auf Adventures hatte. Dann, im Dezember, spielte ich es dann doch und war fasziniert.

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Die Story

Ich begleitete eine junge, sensible Studentin durch das „Drachendreieck“ um mit ihr und ihren Kollegen ein verschollendes Königreich zu finden. Durch einen Sturm zerbricht das Schiff und einige der Passagiere retten sich auf eine Insel, darunter auch Lara. Doch diese ist derzeit von Anhängern einer Sekte bewohnt. Unsere Protagonistin wird entführt, kopfüber aufgehangen und muss sich selbst befreien, um dann durch ein Höhlensystem zu fliehen. Dass  Lara sich durch einen Unfall eine Eisenstange in den Körper rammt und dann dreckig und nass an einem Lagerfeuer sitzen muss, ist schon nicht einfach für sie. Da darf sie auch mal verzweifeln. Es ist an ihrer Situation eben nichts einfach.  Ihre Freunde und Kollegen sind weg, sie ist allein, hat Angst und ihr ist kalt. Ach ja, und ihre Bauchwunde blutet…

Die Einführung zu Tomb Raider ist sehr dicht und düster. Die Athmosphäre ist sehr geladen und man spürt: „Dieses Spiel ist anders!“ Lara ist echter, greifbarer und „dreckiger“. Damit meine ich, sie ist einfach ein nahbares Mädchen, welches Urängste anspricht.

Aber ich will die neue Lara auch nicht zu sehr loben. Es gibt immer zwei Seiten. Nahbar und verletzbar zu sein ist das Eine… Nervig- wehleidig herumzujammern ist das Andere!

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Gameplay

Laras Waffen sind zunächst nur ein Bogen und eine geklaute Pistole. Wobei mir der Bogen mehr zusagte, da ich mit ihm auf zwei Arten Gegner töten kann. Die Munition ist begrenzt. Wir schleichen, klettern und hüpfen uns in bekannter Manier à la Uncharted durch eine schöne Insel, um unsere Freunde zu finden, Rätsel zu lösen und den Kult aufzuklären.

Gegner werden entweder von hinten angegriffen und erwürgt oder gleich erschossen.

Laras Verwandlung in die unnahbare, taffe Kämpferin wird hier angerissen. So toll die Story auch ist, an Laras Charakterentwicklung  fehlt etwas, das Bild ist nicht komplett.
Vielleicht haben die Drehbuchautoren keine Lust mehr gehabt, Laras Charakter auszuformulieren und zu definieren?

Nebenmissionen sind beim Spiel hier das Finden von Artefakten, Geo-Caches und Karten. Außerdem erkunden wir Grabkammern, finden Leichen und unbekannte Schriftzeichen. Wie in den „alten“ Tomb Raider- Spielen gibt es hier Rätsel, die wir lösen müssen, um weiter zu kommen. An manchen Orten klärt uns Lara über ein paar Rituale und Kultstätten auf oder liest uns etwas aus Schriftrollen vor. Viele Quicktime-Events finden statt, was ich zwischenzeitlich nicht so ganz gut fand, da es vom „Spielfluss“ ablenkt. Außerdem ist hierbei nicht immer ein erfolgreiches Levelende garantiert, da man nach vielen Fehlversuchen schnell die Lust verliert.

Wir haben Kisten zu durchwühlen, um Erfahrungspunkte zu sammeln. Diese wenden wir in unserem Fähigkeiten- Menü dann an. Wir können Werkzeuge und Waffen verbessern, Zielgenauigkeit, Geschicklichkeit, Jagdinstinkte und noch mehr verstärken.

Außerdem besteht die Möglichkeit, im Mehrspielermodus zu spielen.

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Die Grafik

Lichtreflexe glitzern am Wasser, Schatten bewegt sich realistisch mit, der Wind zerzaust die Gräser und der Regen perlt an der Kamera (!) ab… Ja, die PC-Version von Tomb Raider ist verdammt gut gemacht. Man spürt die Liebe zum Detail, die Effekte sind so gut gemacht, Umrisse sind wunderschön verarbeitet… Ich könnte nur schwärmen. Die PS3-Version soll ja eher nicht so gut sein, dafür aber die „Definitive Edition“ für die PS4. Selbst Laras Haare sehen hier verdammt echt aus. Und Haare sind die Königsklasse für Grafiker.

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Die Technik

Zu erst einmal möchte ich hier die wunderbaren Dialoge festhalten, die die Story sehr schön „rund“ machen. Nora Tschirner ist als Synchronstimme von Lara eine so gute Wahl, ich höre sie sehr gerne sprechen. Dazu kommt der schöne Soundtrack, der sich manchmal in Hintergrund hält, aber dann auch wieder lauter wird, um nach spannenden Spielsequenzen wieder abzuebben.

Vorraussetzungen:

Betriebssystem: Windows XP SP3, Vista, Win7, Win8
Prozessor: 2GHz Dual Core (Intel Core 2 Duo oder besser, AMD Athlon X2 oder besser)
Arbeitsspeicher: 1GB RAM (XP) oder 2GB RAM (ab Vista und besser)
Grafikkarte: nVIDIA GeForce 8600 512MB VRAM/ AMD HD2600 XT

Mein Fazit

Tomb Raider war so erfolgreich, dass ein Nachfolger geplant ist. Das sei Square Enix auch gegönnt. Tomb Raider ist ein schönes, actionlastiges Game, welches auf Schießereien, athmosphärische Zwischensequenzen und Klettereinlagen wert legt. Wir schleichen uns heran, besiegen jemanden, finden etwas und verletzen uns, dass wir uns danach dann ans Feuerchen setzen und düster darüber sinnieren, warum wir hier sind, ist natürlich einzigartig für diese Gamereihe. Ich finde es auch sehr gut, einfach mal eine andere „Art“ von Tomb Raider zu spielen. Ich denke gleichzeitig aber auch an alte Spiele zurück und vermisse sie etwas, einfach, weil ich damit aufgewachsen bin. Mir gefällt, ehrlich gesagt, ein Detail an dem Spiel nicht: Laras Charakterentwicklung. Einerseits jammert sie herum, weint und schlägt sich ihr Knie auf. Andererseits töten wir mit ihr von Anfang an „harte Kerle“, erwürgen sie sogar eiskalt und brutal. Die Entwickler wollen ihre Protagonistin erwachsen, aber auch verletzlich zeigen, übertreiben es hier aber mit düsterer Stimmung, die so gar nicht zu dieser Lara passt. Ich denke, ich brauche noch etwas Zeit, um mich an die neue Lara zu gewöhnen.

Trotz aller Kritik, die hier nur auf hohem Niveau stattfindet, empfehle ich Tomb Raider jedem, der Adventures und Actionspiele mag und auf gute Story und Athmosphäre steht.

Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil.

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