„Would you, kindly ? – BioShock Infinite Burial at Sea Episode 1 und 2 angespielt

Lange hab ich überlegt, wie ich meinen Bericht zu BioShock Infinite-Burial at Sea Episode 1 und 2 nenne. Was wäre besser geeignet als DAS Zitat aus BioShock (wird auch noch gebloggt). Denn wer BioShock nicht gespielt hat,wird die Story in den DLCs leider nicht komplett verstehen können. Ganz wichtig: Leser,die BioShock und BioShock Infinite noch nicht gespielt haben,sollten aufpassen, da ich ums Spoilern nicht herum komme.

Es war einmal, da saß ich vor dem PC und genoss die finale Cutscene aus BioShock Infinite. Und da war dieser What-the-Fuck-Moment, als man sich plötzlich in Rapture wieder fand. Ken Levine und sein Entwicklerteam stricken dies in den Story-DLCs Burial at Sea Episode 1 und 2 weiter und bilden eine Storybrücke zu BioShock, die mehr Sinn ergibt als man zuerst denkt.10263388_704666689597449_1430075544_o

In Episode 1 spielt man mit Booker und von Elisabeth bekommt man den Auftrag, ein Mädchen namens Sally,eine Little Sister, zu finden. Wichtig ist, Booker und Elisabeth kennen sich nicht. Wie dies möglich ist? Ich verweise hier gern auf die Paralleluniversen, von denen Elisabeth in Infinite erzählt.
Zu Beginn des Spiels sieht man ein lebendiges Rapture und sucht Sander Cohen,einen Charakter,der in BioShock eine wichtige Rolle übernimmt. Wie schon in der Einleitung erwähnt, ist das Spielerlebnis einfach besser, wenn man BioShock gespielt hat, da man vieles wieder erkennt und sich einfach freut, ein anderes Rapture zu sehen.
Im Verlauf des Spiels reist man zu einem Unterwassergefängnis, welches von Atlas kontrolliert wird. Atlas nimmt die zentrale Rolle im Unterwassermeisterwerk BioShock ein. Dort trifft man dann auf die Splicer, adamabhängige Bewohner, die dem Wahnsinn verfallen sind.

Adam? Was ist Adam? Hier muss ich wieder zum ersten Spiel ausholen. Adam ist eine Droge,die aus Eve gewonnen wird und die Bewohner von Rapture durchdrehen lässt und Rapture erst zu dem werden lässt, welches wir zuerst kannten. Eve wird aus den Little Sisters gewonnen.
Dort beginnt dann auch Burial at Sea als Ego-Shooter. Von der Mechanik her, ist es wie schon das Hauptspiel. Man kombiniert die Waffen mit den Kräften und auch Elisabeth hilft einem wieder weiter, indem sie Risse öffnet.

Witzigerweise wird Elisabeth immer Andeutungen zu Infinite machen,indem es sich um Erinnerungen handelt, wo sie aber nicht weiß woher diese stammen.
Kurz und knapp findet ihr am Ende Sally und es wird wieder ein Ende geben, wie es wohl nur Ken Levine hinkriegt. Mit offenem Mund sitzt man da und versteht, warum man in Rapture ist, wo die Brücke zu BioShock Infinite ist und das Hirn rattert und rattert und rattert. Zu viel will ich aber doch nicht verraten.

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Episode 2 knüpft sofort an das Ende an aber diesmal übernimmt man Elisabeth. Das Spielgefühl ist ein anderes, es wird mehr geschlichen und die direkte Konfrontation wird nicht mehr gewollt.
Im Vergleich zu den Vorgängern gibt es in der Mechanik zwei Änderungen: Medipacks können in Oldschoolmanier gesammelt werden und man hat keine Begrenzung zwecks der Waffen.
Bei den Waffen sticht die Armbrust hervor. Ausgerüstet mit verschiedenen Pfeilen ist sie als Waffe das Highlight des Spiels. Auch neue Plasmide werden eingeführt, die mehr für das Schleichen und Schutz geeignet sind als für den offenen Kampf.
Story-technisch geht die Suche nach Sally weiter. Diese ist nun in Gewalt von Atlas und man muss ihm helfen, eine Revolte gegen Andrew Ryan (Den Chef und Gründer von Rapture) anzuzetteln. Und spätestens jetzt wird einem klar. Man spielt die Nacht vor den Ereignissen die Rapture zu dem machen, was man in BioShock kennen gelernt haben.

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Mein bisheriges Highlight in Burial at Sea Episode 2 war der Ausflug nach Columbia. Besonders da man kurz Booker und Elisabeth begegnet. Zwar nur indirekt, aber welch Gefahren das haben kann, wenn man sich selber in einer anderen Zeitzone begegnet, hat ja Doc Brown oft genug erklärt (NERDALARM!!!!!!!!)
Storytechnisch ist dieser Ausflug Gänsehaut pur. Man untersucht Finks Laboratorien und einige Fragen zwecks der Verbindung zwischen dem Songbird und Elisabeth werden geklärt und es wird eine elementare Verbindung zu den Big Daddies und Little Listers hergestellt. Ist etwa Elisabeth die Ur-Little Lister und Songbird der Ur-Big Daddy?
Und genau hier liegt der Reiz an den Story-DLCs. Es wird eine nahezu perfekte Verbindung zu BioShock geschlagen, alte Fragen werden neu interpretiert und teilweise sogar beantwortet. Eine elementare Szene aus Infinite steht seit dem DLC auch in einem komplett anderen Licht. Welche Rolle spielen wirklich die Lutece-Zwillinge? Ist Elisabeth die Ursache für die Revolten in BioShock? Arbeiteten Suchong und Fink Hand in Hand zusammen,verbunden über die Rissmaschine der Luteces welche man nun repariert hat?

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Die Story ist wieder das Herzstück der DLCs. Ken Levine und Co knüpfen so viele Verbindungen zu BioShock, das alles ein in sich stimmige Bild ergibt,auch wenn Interpretationen abendfüllende Diskussionen nach sich bringen.
Für mich,der BioShock durchgespielt hat und auch das Buch (BioShock-Rapture, John Shirley, Panini Books) gelesen hat, passt alles perfekt zusammen. Spieler, die vorher nie BioShock gespielt haben, wird die Story zu undurchsichtig sein und man fragt sich, worauf das hinaus läuft.

Also liebe Leser, ihr hattet Spaß an BioShock Infinite und wollt gern wissen wie das letzte Projekt von Irrational Games endet? Kauft die DLCs, ABER spielt vorher BioShock. Nicht nur, weil es ein geniales Spiel ist, sondern auch, weil es zu viele Verbindungen gibt. Dies könnte man allerdings auch als Kritikpunkt sehen.

Alles in allem schließen die DLCs eine Spielereihe ab, von der ich vielleicht meinen Kindern noch erzählen werde. BioShock 2 war kein Meilenstein wie der erste Teil oder „Infinite“. Aber eins ist klar, diese Spielereihe wird außergewöhnlich im Genre FPS bleiben und polarisieren. Spieler wie ich werden es aufgrund des Storytellings lieben und andere werden es nicht verstehen, da ihnen die Story zu abstrus und das Gameplay zu simpel ist. Neutral gesehen haben beide Recht. Ich finde, man sollte es trotzdem mal gespielt haben.

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4 Gedanken zu “„Would you, kindly ? – BioShock Infinite Burial at Sea Episode 1 und 2 angespielt

  1. Ich hab‘ nur das neuste durchgespielt, und selbst das hat gereicht um den DLC genießen zu können, eben weil man irgendwie ja wusste, dass es Rapture in den vorherigen Teilen gab. Das DLC hat wirklich viele neue Ideen eingebaut, die sicherlich aus Kostengründen beim Hauptspiel wegelassen wurden..Was ich nur so traurig finde ist, dass die Macher ihre Schotten dicht gemacht haben…Hach, so Schade. 😦

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    1. Da war ich auch so geschockt. Dass die Spielehandlung komplett vorbei ist, ist ja okay und macht auch Sinn. Aber man hätte weiter mit der Thematik „herumspielen“ können und vielleicht wäre dann ein neues Spiel gekommen. Andererseits hat Ken Levine sich seine 15 besten Mitarbeiter geschnappt und hat sich neu eingerichtet. Wer weiß, vielleicht kommt da noch was in der Richtung?

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