Heavy Rain [PS3]

Ich habe mir gedacht, meine Konsole mit in meine Rezensionen einzubeziehen. Da ich ja, anders als R4lf, einen Laptop habe, der nicht jedes Spiel mitmacht, werde ich neuere Spiele definitiv auf der PS3 spielen. Da ich noch keine Möglichkeit gefunden habe, Screenshots der PS3 mit einzubauen, muss dieser Artikel ohne Bildmaterial auskommen.

Ich möchte Euch nun ein konsoleninternes Spiel vorstellen: Heavy Rain. Es erschien 2010 und wurde von Quantic Dream („Fahrenheit“) entwickelt.

Wir spielen hier einen interaktiven Thriller mit vielen Quicktime-Events. Für jemanden, der mit  Heavy Rain ein typisches Action Adventure nach „Uncharted“- Manier (oder Ähnliches) erwartet, der wird enttäuscht sein. Die Spielemechanik ist für so einen aber doch eher zu simpel. Aber das Ziel von Heavy Rain ist ein ganz anderes: Packende Spannung und fesselnde Unterhaltung und das stundenlang. Heavy Rain ist kein gewöhnliches Videospiel und wenn Ihr genau das beachtet, werdet Ihr es lieben.

Handlung:

Vorrangig geht es um den Origami-Killer. Wer ist er und warum ertränkt er immer im Herbst Kinder im Regenwasser? Warum haben die Leichen Origamifiguren in den Händen? Und warum seine Faszination zu Orchideen, die er auf den Opfern hinterlässt?

Ich werde hier nur die Haupthandlung anreißen, da ich nichts weiter spoilern möchte.

Wir beginnen das Spiel jedoch mit einer seichten Familienszene. Wir sind Ethan Mars, Architekt und Familienvater und warten zu Hause auf unsere Frau, die mit den gemeinsamen Kindern nach Hause kommt. Jason, Ethans ältester Sohn hat Geburtstag. Beim Spielen mit Jason und dem jüngeren Bruder Shaun aber auch beim Helfen im Haushalt lernen wir als Ethan Mars die Umgebung und die Spielesteuerung kennen. Nachmittags gehen wir mit der Familie in ein Einkaufzentrum, aufgrund einiger Missgeschicke läuft Jason vor ein Auto und stirbt.

Die Haupthandlung beginnt nun 2 Jahre später: Wir sind wieder Ethan Mars und bemerken, die 2 Jahre habe ihn kaputt gemacht. Er lebt in einem schäbigen Haus, hat Therapiesitzungen  und bekommt jedes Wochenende Besuch von seinem Sohn Shaun. Auch dieser hat sich verändert durch den Tod seines Bruders und er Scheidung seiner Eltern.

Eines Tages verschwindet Shaun spurlos von einem Spielplatz. Alle Hinweise deuten auf den Origami-Killer, der seit 2 Jahren immer wieder mordet.

Ethan erhält einen Brief mit einer Bankschließfachnummer., in diesem befinden sich ein Handy, eine Waffe und teilweise SAW-ähnliche Aufgaben, die er lösen soll, um seinen Sohn wiederzubekommen.

In einem Motel treffen wir verletzt auf die Fotografin Madison Paige, die uns helfen möchte und uns auch verarztet.

Zeitgleich spielen wir den FBI-Profiler Norman Jayden und den Privatdetektiv Scott Shelby. beide untersuchen die Fälle des Origami-Killers. Jayden mit der Polizei und einem Kollegen (der ein mieses Arschloch ist) und Shelby im Auftrag der Familien der Opfer.

Norman Jayden ist ein sehr smarter, engagierter FBI- Agent und sehr gebildet für sein Alter. Er hängt sich sehr in den Fall hinein und arbeitet ohne Unterlass, auch mit der aktuellsten Technik „ARI“. Dies ist eine Brille, die DNA-Spuren sichtbar macht, Spuren scannt und virtuelle Akteneinsicht gewährt. Gleichzeitig nimmt Jayden aber auch Mittel gegen Nebenwirkungen des ARI, diese machen ihn sehr abhängig. Allein diese Problematik wird uns noch sehr belasten, zusätzlich muss er sich mit sturen, eingebildeten Polizisten herumschlagen, die ihn nicht akzeptieren.

Shelby ermittelt unterdessen alleine, sein Asthma behindert ihn dabei aber etwas. Als Einzelgänger schafft es Shelby gut, zu ermitteln. Wir lernen dann aber die Mutter eines Opfers kennen, welche uns helfen möchte. Sie lässt nicht mehr locker und wie müssen nun zu zweit arbeiten, was Shelby nicht unbedingt passt.

Persönliches Fazit:

Ich habe gestern einen kleinen Tweet verfasst, welcher meine Liebe zu diesem Spiel ein wenig verdeutlichen sollte.

[„Norman fucking Jayden“… Okay, Heavy Rain bzw. ein Lieblingsgame zu tumblrn ist Nerdstufe 10 *-*]

Heavy Rain ist ein Spiel, welches einen hohen Wiederspielwert besitzt. Mit 20 verschiedenen Endkombinationen kann man sich denken, dass der Tod eines Charakters nicht das Ende des Spiels bedeutet. Zusätzlich ist zu sagen, dass es automatische Speicherpunkte gibt, wenn wir etwas noch einmal wiederholen möchten ist dies unmöglich. Wir müssen mit den Konsequenzen weiterspielen.

Es spielt mit Gefühlen, lässt Euch fragend zurück und schockt Euch. Oft saß ich mit offenem Mund vor dem Bildschirm, da auch viele meiner Vermutungen einfach abgeschmettert wurden. Das Spiel lässt Euch of im Dunkeln tappen, um Euch dann einen bösen Seitenhieb zu verpassen. Wer auf Criminal Minds, fesselnde Thriller und SAW steht, wird auf seine Kosten kommen.

Ich wünsche Euch viel Spass mit dem Spiel, solltet Ihr es bald einmal spielen…

Bis bald,
Jule

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