Welcome to Limbo City,Bitches

Eine bessere Überschrift für Devil May Cry gibt es eigentlich nicht. Ja ja, Dante der alte Hack’n’Slay-Haudege, wirst von Teil zu Teil irgendwie jünger statt älter. Alles fing 2001 mit Devil May Cry auf der PlayStation 2 an und hatte damals seinen Höhepunkt mit Devil May Cry 3-Dante’s Awakening im Jahre 2003, dies war die Vorgeschichte zum Dämonenjäger Dante. Im Jahre 2013 wagte Ninja Theory in Kooperation mit Capcom die Reihe zu rebooten, nachdem der vierte Teil an die positiven Kritiken des Vorgängers nicht ran gekommen ist.

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Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt. Wiedermal steht der Dämonenjäger Dante im Vordergrund, er ist ein Halbdämon. Sein Vater ist Sparda, der sich gegen die Dämonen gewandt hat, um die Menschen zu schützen und Eva, einem Menschen. Wiedermal geht es darum, den Dämonenfürsten Mundus aufzuhalten. Neu ist allerdings, dass erklärt wird, wie es zum Bruderkonflikt mit Vergil kommt, welcher in den alten Teilen immer im Mittelpunkt stand. Die Story erzählt auch mehr über die Eltern von Dante und somit kriegt er zum ersten Mal einen richtigen Backround. Überhaupt ist das Storytelling im Vergleich zu 1-3 (Teil 4 fange ich erst bald an zu spielen) deutlich inhaltlicher und mit Wendungen gefüllt. Einen Preis für die beste Geschichte wird das Spiel jedoch nicht gewinnen. Will es auch nicht.

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Viel Kritik mussten sich die Entwickler schon vorher anhören, da sie Dante grundlegend geändert haben, er ist ein schwarzhaariger Teenie mit großer Fresse und nicht mehr der coole weißhaarige Dämonenjäger, den man vorher kannte. Ehrlich gesagt finde ich den „neuen“ Dante besser aber das ist reinste Geschmackssache. Im Gegensatz zu den Vorgängern wird auch sinnvoller erklärt warum Dämonen in unserer Welt sind. Dies war in den Vorgängern einfach gegeben, hier wird es über eine Parallelwelt gelöst, die der Hölle entspricht. Wie schon in dem Film Constantine sieht die Hölle wie eine Parallelwelt aus und Dante kann zwischen den Welten wandern. Im Finale wird dann erklärt wie es die Dämonen in unsere Welt schaffen und warum Dante und Vergil zu erbitterten Feinden werden.

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Hauptaugenmerk von DmC ist das Kampfsystem und das ist fordernd…und es rockt aber wie! Hat man einmal die Steuerung verinnerlicht, schafft man die abgedrehtesten Kombos und sammelt Stylepunkte um damit Goodies zu kaufen und sich abzugraden. Hier ist die Bedienung per Controller empfehlenswert da man per Tastatur sich die Finger schnell verknoten kann. Wichtig ist bei den Kombos, dass sie abwechselnd sind, denn mehr Variationen bedeuten mehr Punkte. So richtig Laune macht das Spiel auch erst im zweiten Durchgang, da man dann alles Grundlegende freigeschaltet hat und dann erst so richtig auf Punktejagd gehen kann und auch Zugang zu Bonusleveln hat.

Weiterer Pluspunkt ist die Optik, um genau zu sein: das Design. Besonders die Levels sind abgedreht und liebevoll gestaltet. Die Welt im Limbus ist neben dem Kampfsystem und dem krachenden und immer passenden Soundtrack eines der Prachtstücke des Spiels. Die freie Kameraführung ist im Vergleich zu den Vorgängern eine deutliche Verbesserung. Die deutschen Synchronsprecher machen ihre Arbeit ordentlich aber trotzdem sind die englischen Sprecher besser.

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Bei den Gegnern fehlt die Abwechselung aber das merkt man nicht da man damit beschäftigt ist, sie zu bekämpfen. Vereinzelte Gegner können nur mit Engels-oder Dämonenmacht besiegt werden. Hier ist Taktik gefragt um nicht zu viel einzustecken. Überhaupt brauch man, neben Fingerfertigkeit, Taktik ansonsten sieht man öfter als einem lieb ist, dass man tot ist. Die Bossgegner sind, typisch für die Reihe, so groß wie der Monitor. Auch hier ist geplantes Vorgehen angesagt.

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Ein letzter Pluspunkt ist der Kontrast zwischen Dante und Verghil. Während Dante eher der Teufel und Verghil der Engel ist,sowohl farblich als auch in ihrer zweiten Erscheinung, sind sie doch als Charaktere ganz klar gut und böse. Wobei sich Verghils wahre Absichten erst gegen Ende zeigen und Dante vom draufgängerischen Einzelgänger zum Teamplayer wird. Vergil ist viel bedachter und strategischer als Dante und hat mit ihm eigene Pläne, die er (typisch) nicht sofort erkennt aber der Spieler checkt es schon eher. Selbst ein bissel Romanze ist in dem Spiel versteckt, zwar subtil aber sie ist da. Der gute Teufel und der böse Engel erinnerten mich dabei auch an die Animeverfilmung von Devilman, auch hier war der Teufel eigentlich der Gute und der Engel der Böse.

Alles in allem hat man hier ein sehr gutes Spiel abgeliefert, DmC ist in meinen Augen auch der beste Teil der Reihe da besonders die Welt glaubhafter ist und die Geschichte eine gute Grundlage legt. Jeder, der sich für den Teil interessiert sollte aber auch Frustresistenz mitbringen da DmC von einem viel fordert. Es ist kein Vergleich zu der Souls-Reihe von From Software aber es ist auch kein Kinderspiel. Empfehlenswert ist der Titel allemal. In meinem persönlichen Ranking hat sich DmC ganz weit nach vorn geschoben und verdient das Prädikat „sehr gut“

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