„Did I ever tell you the definition of insanity?“

Lange ist es her, dass ich eine Rezession verfasst habe aber zuerst machte der PC schlapp, dann war ich arbeiten, bin umgezogen und sitze noch an meiner Diplomarbeit. Seit einer Woche kann ich wieder frei zocken. Ergo ist klar, dass ich fast zwei Monate nicht zocken konnte. Heute ist es endlich soweit und ich kann einen kleinen Artikel verfassen, da ich in letzter Zeit mal wieder ein Spiel beenden konnte. Die Rede ist von Far Cry 3. Gezockt hab ich es auf der PlayStation 3 daher kann ich, im Gegensatz zu meinen sonstigen Artikeln keine Screenshots anhängen.

Sommer, Sonne, Alkohol und aus den Boxen dröhnt „Paper Planes“ von M.I.A. . So gut gelaunt wie beim Intro von FarCry 3 war ich selten (ich rede hier nicht von der Vorfreude auf das Spiel direkt sondern die Ferienstimmung wurde gut auf mich übertragen). Protagonist Jason macht mit seinen Brüdern Grant und Riley, seiner Freundin Liza sowie seinen Freunden Oliver, Keith, Vincent und Daisy Urlaub in Asien. Dabei landen sie auf Rook Island und hier beginnt der Trouble. Natürlich werden sie alle entführt und es liegt an Jason, uns, unsere Freunde zu retten. Doch vor wem? Unser Antagonist ist Vaas mit seiner tollkühnen Piratencrew. Zur Seite stehen uns dabei Dennis, ein einheimischer Rebell und Anhänger der Rakyat sowie deren mysteriöse Anführerin Citra. Später kriegen wir noch Unterstützung von der CIA.

Nach und nach wird man während der Story seine Freunde befreien können. Unterschlupf finden wir beim verrückten Doktor Earnhardt. Bei der Mission für ihn werden wir einen schönen Drogentrip erleben. Gegen Mitte wird die Story einen kleinen aber feinen Twist machen aber trotz allem ist die Story für einen Shooter recht gut und lebt besonders von der sehr guten Vertonung. Abwechslung im Missionsdesign wird nicht grad groß geschrieben aber immerhin steht es uns frei, wie wir vorgehen.

Hauptsächlich ballern wir uns aber durch die Insel. Wie schon in Teil 2 dürfen wir Stützpunkte einnehmen aber im Gegensatz zum Vorgänger gehören sie auch weiterhin uns und werden dann von Mitgliedern der Rakyat bewacht. Die Stützpunkte dienen zum Waffenkauf, -upgrade und zur Schnellreise. Ebenso finden sich an den Stützpunkten die Nebenmissionen für Jagd, Rennen oder einfache Hilfsmissionen mit „bringe Medizin von A nach B“ Da diese Missionen jedoch sehr anorganisch zur Story waren, habe ich sie alle links liegen gelassen.

Da FarCry 3 wie schon sein Vorgänger ein Open World Spiel ist, müssen wir uns also selbst von A nach B bewegen. Dies erfolgt entweder per Schnellreise über die eroberten Stützpunkte oder serientypisch per Fahrzeug, dabei stehen uns von Jeep bis LKW sehr viele Fahrzeuge zur Verfügung. Um nochmal zu den Stützpunkten zurück zu kommen, hier ist ein kleines Highlight des Spiels versteckt: Nämlich das taktische Vorgehen bei deren Einnahme. Rennt man nämlich im Rambostil rein und ballert alles nieder, wird man schnell Verstärkung gegenüber stehen. List und Taktik stehen hier an 1.Stelle. Besonders durch die Tiere. Oftmals sind nämlich Tiger, Bär oder andere Raubtiere in Käfigen gefangen (warum auch immer). Nun heißt es einfach: Per Bogen oder schallgedämmpfter Waffe das Tor aufschiessen und dem Tier den Rest überlassen. Oftmals hilft das, ansonsten sind nur noch wenige Piraten übrig. Wichtig ist auch, um keine Verstärkung rufen zu können, sollte man sich zuerst rein schleichen und den Alarm deaktivieren. Sehr schön anzusehen sind auch die Takedowns, auf Knopfdruck ausführbare Stealth-Nahkampfkills. Freischaltbar über das Levelsystem.

Ja, FarCry 3 enthält auch Rollenspielelemente. Zwar sehr rudimentär aber sie sind enthalten. In drei Kategorien können wir Jason aufwerten: Nahkampf, Fernkampf und allgemeine Fähigkeiten. Ebenso aus Rollenspielen geklaut ist das Inventar. Hier können wir durch sammeln bestimmter Pflanzen Spritzen für Heilung oder Feuerresitenz her stellen. Natürlich benötigen wir dafür auch das entsprechende Rezept. Ebenso kann damit spezielle Munition hergestellt werden, wie explodierende Pfeile.

Überhaupt enthält das Spiel einen regelrechten Sammelwahn. Überall sind Schatzkisten verteilt, mit Geld, Artefakten, Schrott zum verkaufen oder Briefen aus Zeiten des 2.Weltkriegs die mehr über die Geschichte der Insel erzählen. Nicht nur, das dieser Wahn irgendwann nervt, nein…unsere Tragelast müssen wir auch craften..indem wir Tiere jagen und denen dann das Fell über die Ohren ziehen. Aber warum man für eine Briefbörse drei Wildschweine oder so brauch, entzieht sich mir jeder Logik. Nervig ist es, wenn die Tiere in ihrem Revier grad nicht anzufinden sind…Dann muss man manchmal später wieder kommen. Gerne greifen Tiger und Co einen auch an…Mein liebstes Erlebnis war, als ich gerade dabei war, einen gegnerischen Stützpunkt auszukundschaften um mir einen Plan zu machen wie ich vorgehe..werde ich von einem Tiger angegriffen und getötet. Warum die Tiere so aggressiv sind, ist mir unerklärlich und kann manchmal echt nervig sein. Schön ist aber, wenn ein Tiger durch eine tote Wache angelockt wird und meine Arbeit im Stützpunkt übernimmt (hab ich auch erlebt).

Nervig sind die Funkttürme, die wir in feiner Ubisoftmanier erklimmen müssen um die Karte freischalten zu können. Warum??? Wenigstens hat man uns eine Art Storyidee dafür gegeben…Aber was interessieren mich die Störsender der Piraten? Okay, bei aller Kritik…wenigstens wird man mit dem kostenlosen Freischalten neuer Waffen belohnt und muss diese nicht kaufen (ich hab am Ende mein Geld nur für Munition und schusssichere Westen ausgeben).

Spielerisch sind noch zwei Highlights zu erwähnen. In einer Mission sollen wir eine riesige Hanfplantage abbrennen. Während wir dies tun, läuft als musikalische Untermalung „make it bun dem“ von Skrillex und…nie hat Zerstörung mehr Spaß gemacht als in dieser Szene..nicht umsonst ist diese Mission bei YouTube der Renner.

Noch besser finde ich im finalen Akt die Hommage an Apokalypse Now. Ich hab es so laut gefeiert, dass meine Freundin verwundert war, was los ist. Einfach ein unvergesslicher Spielemoment. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster und sage: Dies ist eine der besten, wenn nicht sogar die beste Hommage an einem Film in einem dem Film fremden Spiel.

Und Vaas sollte man nicht vergessen. Nie gab es einen besseren Antagonisten, grad in Bereich der Shooter. Nicht umsonst ist er der heimliche Held des Spieles und ziert das Cover. Überhaupt gelang Ubisoft eine, für das Genre, recht gute Chatakterzeichung aller Protagonisten, sehr klischeehaft zwar aber besser als leere Hüllen, die kein Gefühl rüber bringen. Dies liegt auch an der sehr guten Synchronisation, die mit den deutschen Stimmen von Jeremy Renner, Jamie Foxx und Matt Damon ordentlich was anzubieten hat.

Far Cry 3 gehört mich definitiv zu den besten Spielen in Sachen Open World, die ich gespielt habe…Ja, Sammelwahn ist extrem und irgendwann ermüdend und dadurch nervig und die Nebenmissionen sind noch anorganischer als in der Batman Arkham-Reihe von Rocksteady aber trotzdem machten die 25 Stunden sehr viel Spaß. Warum? Sehr gute Shootermechanik, top Synchro und mit Vaas endlich mal einen Antagonisten mit Seele.

Dies war meine Rezension zu Far Cry 3 und ich hoffe, dass ich bald wieder ein Spiel durch habe und damit den nächsten Artikel zurecht zimmern kann. (solange sich die Diplomarbeit nicht zu sehr vordrängelt)

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3 Gedanken zu “„Did I ever tell you the definition of insanity?“

  1. Hallo ihr zwei^^

    Ein wirklich sehr detailierter Beitrag.
    Man kann sich gut vorstellen, wie das Game so ist. Ein guter Vorgeschmack für die, die bock haben, das Spiel mal zu zocken. Aber schade das dein Fazit, so kurz war. Trotzdem, Daumen hoch:)

    PS: Ich habe auch einen Blog, wo ich, unter anderem, das Thema Games habe. Ich würde mich, über eure Meinungen ebenfalls freuen.
    mainstreamhelden.wordpress.com

    LG Miki^^

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  2. Hey ihr zwei^^

    Euer/Dein Beitrag, ist wirklich informativ und detailiert.
    Leute, die das Game zocken möchten, aber eine gute Beschreibung brauchen, finden Sie definitv hier.
    Es wurde verständlich erklärt, und dass finde ich toll. Daumen hoch!
    Ich finde aber, etwas mehr eigene Meinung, wäre auf jeden fall praktisch.

    Ich habe auch einen Blog, wo ich, über Games und Konsolen schreibe. Besucht mich doch und schreibt mir was ihr davon haltet. Das wäre mir wichtig und ich würde mich sehr freuen 🙂
    Viel Glück bei deinen Diplomarbeiten!

    Liebe Grüsse Miki

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für Deinen lieben Kommentar. Wir haben uns sehr gefreut. So etwas hört man so gerne, gerade auch die Verbesserungsvorschläge, denn die können den Blog ja nur verbessern. Danke für den Tipp mit Deinem Blog, den gucken wir uns auf jeden Fall an, wir lieben Gaming eben. 😀

      Gefällt mir

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