Hast du den Mut, dich deinem Schicksal zu stellen?

Heute geht es um meinen ersten Ausflug in die Welt von Final Fantasy, dem Rollenspielepos aus dem Land der aufgehenden Sonne. Okay, eigentlich mein zweiter Ausflug, aber Teil 12 wird irgendwann nochmal neu in Angriff genommen, da ich nicht mehr weiter kam.

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Aber die Vorfreude damals auf XIII war groß. Obwohl ich es nicht spielen konnte, hab ich alles dazu gelesen, was ich gefunden habe. Umso größer die Freude, als es für den PC erschien. Nach circa 20 Spielstunden kam ich aber nicht weiter (dazu später mehr) aber dank meiner besten Freundin auf Twitter (und ihrer Tipps, Arschtritte und Motivationen) hab ich dieses Jahr den Abspann gesehen und hier ist endlich die Kritik dazu.

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Kommen ich erst mal zur Story. Und puh…Wie fasst man es am besten so zusammen, dass es verständlich ist? Wie der Titel verrät, geht es um das Schicksal. Genauer gesagt, um das Schicksal von Lightning, Snow, Hope, Fang, Sazh und Vanille. Das sind die Namen unser Party für das Spiel. Die Story dreht sich um Schicksal, Götter, Vertrauen, Treue, Freundschaft aber auch dem Ende der Welt, hier Cocoon. Näher kann man auf die Story einfach nicht eingehen, da die Fachbegriffe der Mythologie in der Welt einem schon zu Beginn des Spiels umhauen. Wie reagiert ihr da erst, wenn ihr es hier lest?

Doch die Sechs treffen nicht sofort aufeinander. Nach und nach begegnen sich die einzelnen Helden. Lange Zeit in drei 2er Teams und ab der Mitte dann zu sechst. Dabei kommen sich die Charaktere zwar nicht wirklich näher, aber man erfährt viel über sie und auch die Chemie im Team entwickelt sich.

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Einen Antagonisten gibt es auch, aber auch hier gilt Spoilergefahr. Daher spielt das Spiel, genießt diese geniale Story. Charakterlich die Protagonisten zu umschreiben, würde den Rahmen sprengen. Lernt sie selbst kennen, ihr werdet sie lieben lernen. Flach ist keiner der Charaktere. Natürlich werden Stereotypen bedient, aber wie schon bei Life is Strange sage ich hier: Wieso problematisch? Man kann nicht immer neue Charakter erfinden und hier passt es einfach.

Natürlich dümpelt die Story am Anfang vor sich hin. Man lernt die Charaktere und die Welt erst richtig kennen. Schön ist hierbei, dass man über den Datalog jederzeit die neuesten Infos über Charaktere, die Welt und deren Mythologie in Ruhe lesen kann. Nach und nach entsteht somit das Gesamtbild, wie ein Kunstwerk.

Doch ein Rollenspiel hat auch ein Kampfsystem. Vergleiche könnte ich anstellen, da ich derzeit X spiele, aaaaber… das bringt nur was, wenn X hier im Blog auch enthalten ist. Also kann ich jetzt nicht sagen, was sich groß veränderte und was nicht. Während des Spiels steuert ihr immer einen Charakter, die restlichen agieren nach ihren Paradigmen, die in ihren zugeteilt habt. Es gibt aktive Paradigmen, Brecher und Verheerer. Damit teilt ihr Schaden aus und füllt die Schockleiste des Gegners durch aufeinanderfolgende Treffer. Ist die Schockleiste voll, teilt ihr mehr Schaden auf diesen Gegner aus. Die passiven Paradigmen, Augmentor und Manipulator, stärken euer Team und schwächen die Gegner. Dann gibt es noch den Verteidiger, der den Schaden auf sich ziehen kann und verteidigt. Den klassischen Heiler gibt es auch. Hier kommt auch der Punkt, den ich in der Einleitung ansprach. Mein Fehler war es, zu Beginn Augmentoren und Manipulator zu ignorieren. Da ich die Rollen nicht verstand, hab mich ich sie nicht genutzt und die Kämpfe waren unnötig schwerer. Erst nach Tipps und Erklärungen hab ich mich damit mehr beschäftigt und diese genutzt und lieben gelernt. Hauptprinzip ist das Active-Time-Battle-System. Es handelt sich dabei um einen Balken, der sich auflädt und mit Aktionen verbraucht wird. Über eure Charakterenwicklung steigert ihr diesen Balken und könnt stärkere Aktionen ausführen, die natürlich mehr Teile des ATB-Balken verbrauchen.

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Es gibt auch Beschwörungen von mächtigen Gefährten. Jeder Charakter hat seine eigene Beschwörung, eine sogenannte Esper, und kann dann gegen die großen Gegner ordentlich austeilen. Die Esper haben dabei verschiedene Aktionen. Ihr könnt sie aber weder unendlich lang nutzen, noch jederzeit. Die Esper verbrauchen bestimmte Punkte, die ihr erst verdienen müsst.

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Die Paradigmen legt ihr über das Menü fest und könnt nach belieben kombinieren. Im Spiel switcht ihr einfach hin und her, so wie ihr grad spielen wollt. Dies gibt den Kämpfen eine ungemein taktische Tiefe. Die Kämpfe haben somit einen rundenbasierten Touch, da ihr immer abwarten müsst, bis der Balken voll ist beziehungsweise soweit gefüllt ist, dass ihr eine Aktion ausführen könnt. Die Aktionen könnt ihr einzeln auswählen oder ihr wählt vorgegebene Kombis, die der CPU entsprechend der Gegner zusammenstellt. Die Gegner können dabei ordentlich austeilen aber auch einstecken. Teilweise waren die TP der Gegner krank.

Natürlich leveln eure Gegner, beziehungsweise sammeln, Punkte für das sogenannte Kristarium, euren Skillbaum. Hier investiert ihr in neue Aktionen, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Dieses ist recht einfach aufgebaut und schnell verständlich.

Was wäre ein Rollenspiel ohne Nebenquests? Nur… wo sind sie? XIII ist recht linear, gegen Ende des Spiels bewegt ihr euch in einem größeren Areal und könnt da trainieren. Ansonsten ist abseits der Story nicht viel. Aber es ist passend. Ganz ehrlich, wenn ich ein Schicksal zu erfüllen habe und mir die Zeit gewissermaßen weg rennt, dann kann ich mich nicht um das verloren gegangene Haustier von Tante Traute kümmern. Ich verweise hier gern auf die storyunpassende Open-World in Batman Arkham Origins. Die Musik ist in wunderbar, was aber für jeden Teil der Reihe zutreffend ist. Die Welt von XIII ist zwar linear aber trotzdem abwechselnd. Die Städte unterscheiden sich sehr, ihr bereist einen riesiges Luftschiff, durchquert aber auch verschiedene Landschaften. Optisch hat das Spiel nochmal alles aus der PlayStation 3 raus geholt und auch auf dem PC muss es sich definitiv nicht verstecken. Schöne Animationen, tolle Effekte und klare Farben machen ein wunderschönes Bild. Es sieht nicht realistisch aus sondern erinnert stark an bombastische Animationsfilme wie Space Pirat Captain Harlock.

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Aber auch Kritik muss sich das Spiel gefallen lassen. Das Kampfsystem hat seine Tiefe, aber ab einem bestimmten Punkt können die Kämpfe, gerade gegen kleine Gegner, langweilen. Klar, man sammelt Punkte zum Aufleveln. Aber nach dem 100 Mal hintereinander die gleiche Gegnerkombi wird es langweilig. Die Story hinterlässt am Anfang viele Fragezeichen aber ich liebe sowas, da es neugierig macht. Manch anderer kann diese Verwirrung abschrecken. Auch die Stereotypen können Gamer verschrecken. Aber das ist beides Geschmackssache.

Den schlimmsten Kritikpunkt betrifft aber die Portierung, welch Wunder. Sie war grauenhaft. Zu Beginn hat man mit Esc das Spiel direkt verlassen, nicht wie sonst ein Menü geöffnet. Das wurde nachgepatcht. Überhaupt krankte dieses Spiel an Abstürzen. Im Fenstermodus lief es bei mir fehlerfrei. Frustrierend war es trotzdem. Auch hätte ich mir eine Schnellwahlmöglichkeit für die Paradigmen während des Kampfes gewünscht. Aber dies ist Meckern auf hohem Niveau.

Alles in allem verstehe ich den Shitstorm, den dieses Meisterwerk erleiden musste, nicht mal annähernd. Muss dazu aber auch sagen, es war der erste Teil, den ich beendet habe. In meinem persönlichen Ranking knallte dieses Spiel auf Platz 2 meiner All-Time-Favorites und konnte „Castlevania-Lords of Shadow“ verdrängen. Hauptgrund ist einfach die geniale Story.

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2 Gedanken zu “Hast du den Mut, dich deinem Schicksal zu stellen?

  1. FF XIII ist ein sehr schönes Spiel; hab es auch vor Kurzem durchgespielt! Die Landschaften sind echt beeindruckend und die Musik ist wundervoll. Die Linearität der Welt hat mich auch etwas irritiert zunächst, weil ich von FF einfach etwas anderes gewohnt war, aber so konnte ich zumindest nicht an irgendwelchen Sidequests vorbeirauschen^^ Ich hab es im Übrigen auf dem PC gespielt und bei mir hat alles funktioniert 😉

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