„Beam me up, Scotty!“ …oder auch nicht.

Der Sommer steht wohl unter einem ganz besonderen Motto: „Science Fiction, Action und Aliens!“

Nicht nur „Independence Day“ war ein langersehnter Blockbuster, sondern auch „Star Trek Beyond“. Letzterer ist der neueste Film von Justin Lin, der das „Regiezepter“ von J.J. Abrams in die Hand gedrückt bekam. Nun stellte sich vielen die Frage: Schaffte er das genauso gut wie J.J.?

Hierzu muss ich anfangs hinzufügen, dass ich ein Trekkie bin. Ob die alte Serie, die alten Filme oder die neueren Serienversionen: Geguckt habe ich fast alles mit den Jahrzehnten. Als die Filmreihe mit Quinto, Pine, Yelchin, Saldana, Pegg, Urban, Cho etc. dann herauskam, war ich sehr begeistert. Was ich erhoffte und erwartete, bekam ich auch: Action, tolle Storylines, schöne Grafiken, coole Effekte und talentierte Schauspieler, welche spannende Charaktere verkörperten. Natürlich finden sich hier immer wieder negative Kritiken. Die sehr großen Fans erwarteten die Neuerungen nicht und mögen sie nicht. Nachvollziehbar. Ich kann mir schon erklären, warum. Viele Kritiker wollen eine ernste, absolut nachvollziehbare, wissenschaftlich korrekte Story. Oder eben auch ihr altes Team aus den alten Filmen und Serien. Das erwarte ich aber von vielen Filmen gar nicht, ich will Spaß haben im Kino, ich will eine tolle Story und keine 15 Euro umsonst ausgeben.

Worum geht es eigentlich?

In „Beyond“ kommen wir in den Genuss, unsere liebgewonnene Crew mit ihrem Raumschiff wiederzusehen. Die Enterprise ist aufgerüstet und bereit, ihre Sternenflottencrew durch neue Abenteuer zu steuern.  Während eines Einsatzes trifft die Crew weitab ihrer Heimat die Kapitänin eines Raumschiffes, welche um Hilfe bittet. Ihre eigene Crew braucht Hilfe. Als die Rettungsmission jedoch schief geht und die Enterprise in eine Falle gerät, ist es für alle zu spät, um zu reagieren. Krall, einer der furchtbarsten Widersacher bisher, attackiert das Schiff und bringt es zum Absturz. Ob alle überleben und wer Jaylah ist, müsst Ihr selbst herausfinden.

Zu meiner persönlichen Kritik…

Ich fange hier mit den Charakteren an. Es traf mich sehr, als Anton Yelchin starb. Ich mochte ihn als Schauspieler sehr. Im Film ist er natürlich bis Ende dabei. Wir können hier dieselbe Harmonie der Figuren untereinander spüren und auch der Witz und die Lockerheit in gewissen Szenen ist wieder da, wie in den zwei Vorgängern. Gerade Scotty und Pille tragen hier zu eine Lockerheit bei, wie ich sie gerne in meinem Sprachgebrauch hätte. aber auch Probleme zwischen den Charakteren werden angesprochen und ernste Begebenheiten auch ernst bestritten. Gerade das macht diese Filmreihe auch aus.

Nun zur Story: Ich finde, man hätte hier wirklich noch so einiges herausarbeiten können. Durch ein paar Logiklöcher erhält der Film einen Beigeschmack, den man sich hätte sparen können. Lag es daran, dass zu viele am Drehbuch gearbeitet haben oder wollte man nicht nacharbeiten. Oder fielen Fehler bei Dreh gar nicht auf? (Spoilerfreier Tipp: Siehe Raumschiff der ersten Crew.)

Den Rest fand ich, wie gesagt, super- Ich bin sehr verliebt in das Franchise und ich bin einverstanden mit Lins Richtung. Mehr Action und mehr Special Effects, dazu ein gut gespielter, dennoch etwas platter Bösewicht. Es ist natürlich mal etwas Neues. Mein Problem ist nur die Frage: Bleibt der Hintergrund einiger Storylines und Tiefgang (und eventuell mehr Ethik) dabei auf der Strecke wie es im Vergleich dazu auch bei „The Fast and the Furious“ war? Ich mochte diese Filmreihe von Lin ein paar Filme lang, aber dann war irgendwie Schluss für mich. Ich kann mich bei dieser Vermutung auch täuschen…

Tatsache ist, dass ich mit dem Film recht zufrieden bin. Ich würde ihm so um die 8 von 10 Punkten geben. Ich freue mich schon sehr auf einen neuen Teil, den es hoffentlich geben wird. Ich wäre traurig, käme nichts mehr. Und wird es möglich sein, eine neue und glaubhafte Story zu schreiben, ohne die Schlüsselfigur Chekov?

PS: Um mehr Star Trek-Leidenschaft in Euch zu entfachen: Auf Netflix sind jetzt drei Staffeln der originalen Serie zu finden und wenn Ihr noch ein kleines bisschen warten könnt, dann freut Euch schon mal auf die Netflix Originalserie, welche im Star Trek- Universum spielen wird.

 

RIP Anton

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